Tipps & Tricks

Mein Kreditkartendaten wurden in einem Leak gefunden – was nun?

Wenn Ihre Kreditkarte in einem der gemeldeten Datenlecks einhalten ist, bedeutet dies erst einmal, dass die Daten von Kriminellen erbeutet und aktiv im Internet angeboten worden sind. Oft handeln Kriminelle jedoch mit veralteten Daten.

In Ihrem persönlichen Leak Report nennen wir einen Datum, an dem es wahrscheinlich zu dem Datenverlust gekommen ist. Überprüfen Sie daher das Austellungsdatum Ihrer Kreditkarte. Sollte dies nicht vermerkt sein, können Sie auch das Ablaufdatum als Anhaltspunkt verwenden – üblicherweise sind Kreditkarten bei den meisten Banken für drei oder vier Jahre gültig. Läuft Ihre Kreditkarte als beispielsweise im Juni 2026 ab, wurde sie wahrscheinlich Mitte 2022 ausgestellt und an Sie ausgegeben. Wenn Sie also ein Leak mit Kreditkartenverlust in Ihrem Bericht haben, welche wir auf 2021 oder früher datiert haben, ist Ihre aktuelle Kreditkarte daher nicht betroffen. Aber Achtung: eine Garantie ist dies nicht, viele Banken behalten die Kreditkartennummer bei einem Routineaustausch nach Ablauf bei, der Betrüger könnte also die Kartennummer dennoch nutzen und das Ablaufdatum anpassen. Seien sie daher wachsam! Wenn eine Kreditkarte gesperrt wird, erhalten Sie eine neue Karte mit veränderter Nummer.

Unbekannte Abbuchungen

Es gibt Anzeichen dafür dass Kreditkartendaten durch Kriminelle missbraucht werden. Stellen Sie Abbuchungen von Ihnen unbekannten Händlern fest, die mit Ihrer Karte durchgeführt wurden, ist dies ein Weckruf. Kriminelle probieren meist, möglichst schnell möglichst viel Wert aus einer Kreditkarte zu ziehen, bevor dem Opfer der Verlust auffällt und die Karte gesperrt wird. Oft passieren die Abbuchungen in ungewöhnlichen Städten oder im Ausland und fallen dadurch unmittelbar auf.

Kleinbetragsbuchungen – oft mit unmittelbarer Erstattung

Es müssen jedoch nicht hohe Beträge sein. Auch Kleinstbeträge von wenigen Euros können ein Anzeichen für eine missbräuchliche Nutzung einer Kreditkarte sein – oft werden diese bereits kurz danach erstattet und der Opfer interpretiert dies als ein Versehen was gleich wieder korrigiert wurde. Kriminelle testen jedoch oft gehandelte Kreditkarten vorab, ob diese noch aktiv sind. Auf Plattformen, bei denen Betrüger Kreditkartendaten erwerben, gibt es oft sogar eine Geld-zurück-Garantie bei zwischenzeitlich gesperrten Kreditkarten. Diese Kleinstbuchungen sind daher oft ein Test, ob Ihre Karte bereits gesperrt wurde, und meist ein Vorbote von weiterer Nutzung.

Sperrung nötig? So geht's

Wurde Ihre Kreditkarte bereits durch Kriminelle eingesetzt, sollten Sie unmittelbar eine Sperrung veranlassen und den fehlerhaften Abbuchungen bei Ihrer Bank widersprechen. Für die Sperrung von Kreditkarten und Bankkonten in Deutschland gibt es einen zentralen Sperrnotruf, die 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche erreichbar ist: 📞 116 116 (kostenfrei aus Deutschland) Wenn Sie den Sperrnotruf aus dem Ausland kontaktieren wollen, so ist die Nummer aus dem Ausland: +49 30 4050 4050. Weitere Informationen finden Sie ausserdem auf sperr-notruf.de. Evtl. nimmt Ihre Bank nicht am zentralen Notruf teil, in diesem Fall finden Sie eine Telefonnummer auf der Webseite Ihrer Bank. Schauen Sie ebenfalls einmal auf die Rückseite Ihrer Karte – da steht oft eine Telefonnummer zum Sperren der Karte.

Viele weitere nützliche Informationen um das Thema Kreditkartenbetrug und Haftungsfragen finden Sie ebenfalls auf den Webseiten der Verbraucherzentrale. Hier finden Sie ebenso Information über die Rechtslage für die Erstattung von fehlerhaften Abbuchungen. Sofern es noch keine Anzeichen für eine missbräuchliche Nutzung gibt, können Sie Ihre Bank um einen Austausch Ihrer Karte bitten, oft stellt diese hierfür jedoch Gebühren in Rechnung. Sollten Sie sich gegen einen Austausch entscheiden, seien Sie in diesem Fall extra wachsam.